Place EINSIEDELN (SVIZZERA)
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Kloster Einsiedeln

Einsiedeln ist mit seiner "Schwarzen Madonna" der wichtigste Marienpilgerort der Schweiz, auch weil er an der Schweizer Strecke des Wegs nach Santiago de Compostela, dem Jakobsweg liegt.
Hier im Herzen der Zentralschweiz, ist die malerische Landschaft der Voralpen durch die Moore und den Sihlsee gekennzeichnet, der als größter Stausee der Schweiz gilt. Hoch-Ybrig, das Wintersportgebiet ist nur wenige Kilometer entfernt.
Das Benediktinerkloster hat eine über tausendjährige Geschichte. Die Kirche entstand aus der alten Holzkapelle, die vom Einsiedler St. Meinrad in der ersten Hälfte des 9. Jh. erbaut wurde. Nach einiger Zeit, in der sie nach dem Tod Meinrads verlassen geblieben war, wurde sie von einer Gruppe von Mönchen unter der Leitung des Domherrn von Straßburg, Benno, der hier im Jahre 934 mit seinen Gefährten eintraf und sich zum Mönchsleben zurückziehen wollte, wieder aufgebaut. Diese stellte den ersten Kern des Klosters dar.
Infolge der Zunahme der Pilger wurde die Errichtung einer neuen und größeren Kirche notwendig und 1704 begann der Bau des heutigen mächtigen Barockklosters.
Die Innendekorationen mit Stuck und Fresken sind Werk der Künstlerbrüder Asam aus München. Die Figur der Jungfrau ist das Werk eines unbekannten Bildhauers des 15. Jh. Schon in alten Zeiten wurde die Skulpturengruppe der Madonna mit Kind gekrönt und mit wertvollen Gewändern bekleidet, deren Farben je nach den religiösen Festen wechseln und die nur das Gesicht und die Hände der Figuren frei lassen. Obwohl sie zu den berühmten schwarzen Madonnen Europas gehört, ist diese Statue durch den Rauch von Kerzen und Weihrauch schwarz geworden. Erst 1803 wurden die Hände und das Gesicht schwarz bemalt.
In der Mitte des Vorplatzes der Basilika befindet sich der Marienbrunnen. Ursprünglich befand sich hier der Meinradsbrunnen, dem Heilkräfte zugesprochen wurden, er wurde durch den heutigen, am Ende des 17. Jh. erschaffenen Monumentalbrunnen ersetzt.
Wenig entfernt von dem Gebäudeensemble, am Jakobsweg liegt die Kapelle St. Meinrad, die am Ende des 17. Jh errichtet wurde. Hier hatte der heilige Eremit im 9. Jh. gelebt, bevor er an den heutigen Ort des Klosters übersiedelte. Der Legende zufolge wurde Meinrad von zwei Landstreichern ermordet, die von den beiden, mit dem Einsiedler lebenden Raben bis nach Zürich verfolgt wurden, wo man sie festnahm. Aus dieser Legende stammt das Wappen von Einsiedeln, das zwei Raben darstellt.
Info: WIKIPEDIA

Typology
Abbazia
Topic
Berge
Parks